Ein Inflationsausgleich von 150,00 Euro für jeden Rentner.......

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Während die Euro-Staaten und der Internationale Währungsfonds (IWF) für Griechenland immer neue Milliarden lockermachen, um das hoch verschuldete Land vor der Pleite zu bewahren, kassieren Zehntausende Betrüger ungeniert ab: Über 120 000 Griechen beziehen offenbar Altersrenten, ohne dazu berechtigt zu sein. Zehntausenden Bürgern überweisen die Pensionskassen überdies Invalidenrenten, obwohl die Empfänger gar nicht behindert sind. Korruption und Verwaltungschaos begünstigen die Machenschaften der griechischen Rentenbetrüger, die den Staat jedes Jahr um Milliarden Euro erleichtern.

Bereits im Juni hatte Arbeitsministerin Louka Katseli eingeräumt, dass der Staat an 4500 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes Renten zahlte, obwohl die Empfänger teils schon vor Jahren gestorben waren. Jetzt interessiert sich das Ministerium für etwa 9000 Rentenempfänger, die laut Geburtsdatum älter als 100 Jahre sind. Von ihnen sind 500 sogar angeblich älter als 110 Jahre. „Wir überprüfen, wie viele von ihnen noch leben“, sagte die Ministerin.

Hinterbliebene, die Renten für Tausende Tote kassieren: Das ist offenbar nur die Spitze des Eisbergs. Von Anfang Juli bis Ende September hat die IKA, Griechenlands größte staatliche Rentenkasse, eine Bestandsaufnahme durchgeführt: Die Pensionäre mussten sich registrieren lassen. 898 643 meldeten sich. Von weiteren 109 421 Rentenempfängern, die Monat für Monat Ruhegeld kassieren, fehlt bisher jede Spur. Sind sie vielleicht längst tot? Oder kassieren sie Renten, ohne dazu berechtigt zu sein? „Wir werden jetzt die Zahlungen an jene, die sich nicht gemeldet haben, einstellen“, kündigt Rovertos Spyropoulos an, der Chef der IKA-Rentenkasse. Wenn sich herausstellen sollte, dass die fast 110 000 „Geister-Rentner“ unberechtigt kassiert haben, belaufe sich der Schaden für seine Pensionskasse auf 1,5 Milliarden Euro im Jahr, sagt Spyropoulos. Zu viel gezahlte Renten will er nun zurückfordern. Außerdem drohen den Rentenbetrügern Strafverfahren, kündigt Spyropoulos an.

 

Main Post 09.10.2011

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